Inhalt: Ablauf-Übersicht Bericht Predigt der Prälatin Ablauf im Detail Geschichte der Mainhard-Scheune
Einweihung
Evangelisches Gemeindehaus
Grünsfeld
ehemalige
Mainhard- Scheune,
Hauptstraße 19a -
am 3. Advent, 15. Dezember
Ablauf-Übersicht:
13.45 Feier an der Schule,
der bisherigen
gottesdienstlichen Stätte,
Zug zum Gemeindehaus, begleitet von der
Musikkapelle Grünsfeld,
Zwischenstopp beim katholischen
Pfarrhaus vor der Pfarrscheune, in der auch einige Zeit evangelischer
Gottesdienst gefeiert wurde.
14.00 Schlüsselübergabe
vor dem Gemeindehaus,
Einzug ins Gemeindehaus und

Festgottesdienst
unter Leitung von Frau Prälatin Ruth Horstmann-Speer aus Mannheim
danach Stehempfang mit Grußworten
Bericht
Ein lang gehegter Wunsch geht in Erfüllung: Die evangelischen Kirchengemeinde hat eigene Räume in Grünsfeld. Lange Zeit scheiterte alles an den fehlenden Finanzen. Kann man mit Begeisterung allein Kirchen bauen? Ja, wenn die Begeisterung andere anzustecken vermag. Das war geschehen: Viele haben engagiert mitgeholfen beim Bauen. Alle waren nun begeistert vom gelungenen Gemeindehaus, in dem Alt und Neu sich gut ergänzen, von der urtümlichen Atmosphäre der alten Natursteinmauer in der Mitte, und den warmen Gelbtönen des Wandanstrichs zum prägenden Torbogen mit dem verglasten hellen Foyer. Der Funke der Begeisterung sprang über im schönen Einweihungsgottesdienst mit viel Musik und beim Stehempfang mit den Grußworten. Doch der Reihe nach:
An der Schule nahmen wir Abschied von dem alten Gottesdienstraum. Mit einem Choral eröffnete der Musikverein Die Schulleiterin Barbara Blaum bekam als symbolische Schlüsselrückgabe einen gebackenen Schlüssel überreicht. Der Festzug wurde mit einem feierlichen Prozessionsmarsch vom Musikverein Grünsfeld angeführt, es folgten die Kirchengemeinderäte, die die Altargeräte trugen, Prälatin Ruth Horstmann-Speer, Pfarrer Hans Weis, die Ehrengäste und die Gemeinde. An der Pfarrscheune des katholischen Pfarrhauses bedankte sich die Gemeinde für die Zeit, als dort evangelischer Gottesdienst gefeiert wurde und überreichte an Stadtpfarrer Müller ebenfalls einen gebackenen Schlüssel.
Begleitet vom Musikverein wurde gemeinsam das Adventslied "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit" gesungenen, was hier wörtlich genommen werden konnte. Bürgermeister Alfred Beetz als Architekt fasste die Baugeschichte kurz zusammen und überreichte dem Pfarrer den Schlüssel. Nach dem Dank an alle Handwerker übergab Pfarrer Weis den Schlüssel an den Kirchendiener Schneider, der die Tür aufschloss. Bauleiter Werner Nitschke und der Pfarrer enthüllten das Schild mit der Aufschrift: " Evangelisches Gemeindehaus Grünsfeld". Dann zog die Gemeinde ein.
Kirchengemeinderat Werner Nitschke begrüßte die Gäste und die Gemeinde in dem überfüllten Gemeindesaal. Viele bekamen nur noch einen Stehplatz oder mussten vom Foyer aus den Gottesdienst mitverfolgen. Unter erklärenden Worten, vorgetragen von Pfarrer Weis und Pfarrer Klüppel, schmückten die Kirchenältesten den Altar, Taufstein und Lesepult. Nach Schriftlesung und Gebet weihte Prälatin Ruth Horstmann-Speer das Gemeindehaus ein. Bläserkreis und Kirchenchor ergänzten und begleiteten den kräftigen Gemeindegesang. Die Prälatin hielt eine ermutigende Predigt zum Predigttext des Sonntages über die Frage des Johannes des Täufers an Jesus und dessen Antwort. (Text der Predigt siehe unten)
Für den Stehempfang wurden die meisten Stühle ausgeräumt. An Bistrotischen wurden Kanapees (belegte Brötchen) und Getränke angeboten. In das Lob über das Gemeindehaus stimmten die Bauamtleiterin des Evangelischen Oberkirchenrat, Anne Sick, der Dekan Hayo Büsing. Stadtpfarrer Müller, Bürgermeister Beetz, Kulturvereinsvorsitzende Frau Gessner-Schwarz und Pfarrerin Nöhring ein und überbrachten Glückwünsche und Geschenke.
Ein herzliches Dankeschön an alle Mitwirkenden! Ihr Pfarrer Hans Weis
Predigt der Prälatin Ruth Horstmann-Speer am 3.Advent, 15.12.2002 zur Einweihung des Gemeindezentrums Grünsfeld
Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.
Das, liebe Gemeinde, haben wir heute wörtlich genommen. Wir haben die Türen dieses Gebäudes weit geöffnet, wir sind eingezogen in dieses Haus und haben es in Besitz genommen.
Macht hoch die Tür, die Tor macht weit. Voller Freude und Dankbarkeit singen wir das heute. Endlich hat die evangelische Gemeinde Grünsfeld ein eigenes Gemeindehaus, einen würdigen Gottesdienstraum. Alle Provisorien sind vorbei. Wir alle freuen uns heute mit Ihnen über diese schön renovierte Scheune.
Wie lange haben Sie darauf gewartet und darauf hingewirkt, einen eigenen Gottesdienstraum zu besitzen. Seit mehr als 12 Jahren gibt es Pläne, die immer wieder gescheitert sind und aus verschiedenen Gründen verworfen wurden. Nun ist es endlich möglich geworden, und wir danken allen, die mit viel Kraft und gutem Willen dieses Projekt verwirklicht haben. Dem Bürgermeister und den Verantwortlichen, die sich für den Umbau eingesetzt haben. Der Dank gilt allen, die freiwillig viele Arbeiten übernommen und fleißig Hand angelegt haben. Das alles ist – gerade in unserer Zeit – nicht selbstverständlich! Wir werden nachher sicherlich einiges aus der Baugeschichte und zur Finanzierung hören.
„Machet die Tore weit und die Türen in der Welt hoch, dass der König der Ehre einziehe.“ So betete einst das Volk Israel beim Einzug in den Tempel. „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit.“ So singen wir im Advent. Und so bitten wir heute in besonderer Weise darum, dass Gott, der König der Ehre, der Herr der Herrlichkeit hier einziehen möge. Wir haben dieses Gemeindezentrum dem Dienst Gottes geweiht. Wir vertrauen darauf, dass es nun eine Stätte ist, in der Gott mit seinem guten Geist gegenwärtig ist.
Sie, liebe Grünsfelder, wissen, dass man Gottesdienste auch in ganz weltlichen Räumen feiern kann. Es müssen keine Kirchen oder Gemeindehäuser sein. Gottes Nähe ist nicht an diese Räume gebunden. Aber wie Sie so haben seit alters her Menschen das Bedürfnis verspürt, sich an besonderen Orten zu versammeln, um Gott nahe zu sein und ihm zu begegnen. Dieses Haus steht deshalb in einer langen Tradition.
Und: liebe Gemeinde, wie nötig wir solche besonderen Räume brauchen, das erleben wir in unseren Tagen in besonderer Weise. So viel Gewalt und Elend, so viel Leid und Terror, soviel Angst und Verunsicherung begegnen uns Tag für Tag. Da ist es wichtig, einen Ort zu haben, an dem wir alles Entsetzen und alle Furcht aussprechen, an dem wir alle Klage und alle Trauer vor Gott bringen können. Hier werden wir getröstet und aufgerichtet. Hier wird uns aufs Neue Mut gemacht für unser Leben – mit all seinen Tiefen und dunklen Zeiten. Hier bekommen wir Orientierung, wenn wir fragen, was wir denn heute noch glauben und wem wir vertrauen können. Hier wird uns Vergebung zugesprochen, wenn wir schuldig geworden sind. Hier beten wir für uns, für andere, für die Welt. Und hier erleben wir Gemeinschaft, Gemeinschaft mit unserem Gott, Gemeinschaft untereinander. Hier feiern wir miteinander das Abendmahl. Hier werden wir gesegnet und in den Alltag gesandt.
Dieser Raum ist in der Tat ein besonderer Ort der Gottesnähe. Das zeigen uns die verschiedenen Symbole in diesem Raum. Wir haben vorhin bei der Zurüstung uns die Bedeutung dieser Zeichen in Erinnerung gerufen: der Altar, das Kreuz, die Bibel, die Leuchter mit den Kerzen, die Abendmahlsgeräte, die Taufschale, die Kanzel. Alle diese Symbole erinnern uns daran, dass dieses Haus jetzt ein besonderes Haus ist, ein Ort der Begegnung mit Gott.
Und damit ist auch deutlich: Hier beten wir Gott an und sonst nichts und niemand – keinen Menschen, keinen Star, keine Idee, nicht das Geld und nicht den Erfolg. Von diesem Raum geht Klärung aus – Klärung für unser Leben und für unseren Alltag.
Gottes Wort begegnen wir hier in diesem Raum. Wir erfahren, was es heisst, dass Gott uns liebt, dass er uns annimmt, wie wir sind. Und das, was wir hier hören und erleben, das tragen wir nach draussen: in unsere Familien und unsere Nachbarschaft, in unseren Ort und unsere Welt, in unsere Zeit mit all ihren Problemen und Sorgen. Wir behalten die gute Botschaft nicht für uns, sondern geben sie weiter an alle, die auf der Suche sind, die sich leer und ausgebrannt fühlen und laden sie ein zu einem Leben im Vertrauen.
Liebe Gemeinde, wir feiern diese Einweihung nicht zu irgendeiner Zeit im Kirchenjahr, sondern im Advent, in dieser Zeit der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest. Wir hören die alten vertrauten Worte und Geschichten der Bibel. Wir singen die bekannten und schönen Lieder, die von der Sehnsucht nach Frieden auf Erden und nach Rettung und Erlösung sprechen.
Heute, am 3.Advent, hören wir Verse aus dem 11. Kapitel des Matthäusevangeliums:
Als Johannes im Gefängnis von den Werken Christi hörte, sandte er seine Jünger und ließ ihn fragen: Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten?
Jesus antwortete und sprach
zu ihnen: Geht hin und sagt Johannes wieder, was ihr hört und seht: Blinde
sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen
auf, und Armen wird das Evangelium gepredigt; und selig ist, wer sich nicht an
mir ärgert.
Liebe Schwestern und Brüder, das ist schon eine merkwürdige Frage, mit der wir nun 9 Tage vor Weihnachten konfrontiert werden. Wenn es nicht Jesus ist, auf den wir warten, dann haben wir doch gar keinen Grund zu feiern, dann müsste Weihnachten ausfallen. Wir kommt es zu dieser Frage?
Johannes der Täufer hatte zu seiner Zeit die Menschen auf das Kommen des Retters, des Messias, vorbereitet. Er hatte in der Wüste gepredigt und zur Buße, zur Umkehr aufgerufen. Er war nicht gerade vorsichtig und behutsam mit denen, die zu ihm kamen, umgegangen. Im Gegenteil! Den Reichen und Mächtigen hielt er Strafreden und redete den Frommen seiner Zeit ins Gewissen. Selbst dem König Herodes trat er nahe – zu nahe. Der ließ in deswegen ins Gefängnis werfen – und wie wir wissen - später enthaupten.
Während Johannes nun im Gefängnis saß, passierten draussen im Lande merkwürdige Dinge. Sie erinnerten ihn an das, was die Propheten vor langer Zeit von dem erwarteten Messias aussagten. Aber wenn dieser Jesus, den er ja selbst getauft hatte, wirklich der erwartete Messias wäre, dann könnte er ihn aus der Gefangenschaft befreien. Dann müssten eigentlich noch größere und spektakulärere Dinge passieren. Hätte der Messias nicht die Macht, die verhassten Römer aus dem besetzten Land zu vertreiben?
Johannes beginnt zu zweifeln.
Deshalb schickt er seine Freunde zu Jesus und stellt ihm die merkwürdige Frage.
Jesus gibt auf diese Frage keine direkte Antwort. Er sagt weder: Ja, ich bin es,
noch sagt er: Nein, ich bin es nicht. Seine Antwort ist verschlüsselt. Er weist
daraufhin, was alle sehen können: Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige
werden rein und Taube hören, Tote stehen auf, und Armen wird das Evangelium
gepredigt.
Was soll Johannes, was können wir mit dieser Antwort anfangen? Wie der Täufer so haben doch auch wir immer wieder diese zweifelnden Fragen: Ist Jesus, auf dessen Geburt wir uns vorbereiten, wirklich der Retter der Welt? Singen wir zu recht an Weihnachten: Christ der Retter ist da? Was hat sich denn seit seiner Ankunft damals geändert?
Jesu Antwort an Johannes – und damit auch an uns – ist eine Zumuntung: Geht und sagt, was ihr hört und seht. Ja, Jesus mutet uns zu, selbständig zu sehen und zu hören und zu entscheiden, ob er Wunder und Zeichen tut und für uns damit der erwartete Messias und Retter ist. Gibt es denn heute noch solche Wunder wie damals?
Jetzt müssen wir uns auf Spurensuche begeben, und wir wollen es auch tun – heute und in all den Gottesdiensten, die wir hier in diesem Haus feiern dürfen.
Und Spuren von Gottes Wirken in unserer Welt finden wir ja auch heute und auch unter uns. Vielleicht könnten manche von uns davon berichten und erzählen. Das gibt es doch auch heute, dass jemand wie im Dunklen, im finstern Tal lebt, und dann erleben kann, dass Lichtstrahlen in die Finsternis fallen, dass das Dunkel Risse bekommt und es heller und lichter wird. Da werden Augen aufgetan und Tränen getrocknet.
Und kennen wir nicht solche Situationen, in denen wir uns wie gelähmt fühlen? Da, wo uns bleierne Schwere und Müdigkeit in den Gliedern sitzen und wir keine Kraft haben, irgendetwas anzupacken. Und dann trifft uns plötzlich ein Wort oder ein Lied oder eine Berührung oder eine Begegnung, und wir werden wieder auf die Füße gestellt. Die Lähmung lässt nach und wir können uns wieder aufrichten und nach vorne schauen.
Aussätzige, an den Rand gedrängte, ausgegrenzte Menschen, solche, mit denen wir nichts zu tun haben wollen, die gibt es auch heute noch – leider Gottes. Aber es gibt auch das andere: gerade solche Menschen werden eingeladen und in den Mittelpunkt gestellt, angenommen und freundlich aufgenommen. Zum Beispiel in der Mannheimer Vesperkirche, in der Obdachlose und Drogenabhängige, Aidskranke und Alleinstehende, Einsame und Elende eingeladen und bewirtet werden. Ihnen wird das Evangelium in Wort und vor allem mit der Tat verkündigt.
Und manch einer, der sich wie tot und erstarrt fühlte, dessen Lebensmut zerbrochen war, und der nichts mehr vom Leben erwartete, wird wieder lebendig und fasst neuen Mut.
Das alles, liebe Gemeinde, gibt es auch heute und geschieht unter uns – Gott sei Dank. Die Spuren solcher Wunder und Zeichen finden sich – auch hier in Grünsfeld. Und deshalb wollen wir hier an diesem Ort, in diesem neuen Gemeindezentrum, die Frage, die uns heute gestellt wird: Bist du es, der da kommen soll? mit einem klaren und deutlichen „Ja“ beantworten. Für uns ist Jesus der erwartete und verheißene Messias und Retter, der auch heute und auch unter uns Wunder und Zeichen tut und tun kann. Davon erzählen wir in unseren Gottesdiensten und in unseren Veranstaltungen. Das sagen wir all denen weiter, die nach Gottes Spuren suchen.
„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit.“ Daran wollen wir festhalten und diesem Herrn den Weg bereiten – nicht nur im Advent und nicht nur hier in diesem neuen Gottesdienstraum, sondern auch in unserem Alltag – solange wir leben.
Amen.
Gottesdienstablauf im Detail:
13.45 Uhr Feier an der Schule, der bisherigen gottesdienstlichen Stätte:
Adventslied oder Musikstück
kurze Ansprache des Gemeindepfarrers
Gebet
Schlusswort
Zug zum neuen evangelischen Gemeindehaus begleitet von der Musikkapelle
Grünsfeld mit einem Prozessionsmarsch;
Zwischenstopp
beim
katholischen Pfarrhaus vor der Pfarrscheune, in der auch einige Zeit
evangelischer Gottesdienst gefeiert wurde.
Schlüsselübergabe:
Lied: Macht hoch die Tür, die Tor macht weit Vers 1
Schlüsselübergabe vom Architekt an Pfarrer
Dankeswort
Übergabe des Schlüssels vom Pfarrer an den Kirchendiener/in
Aufschließen der Tür
Einzug
Gottesdienst im neuen Kirchenraum:
Begrüßung (Werner Nitschke)
Zurüstung des Altars (Kirchengemeinderat) Texte dazu Siehe Gottesdienste
(Kirchenraumpädagogik)
Bläserkreis: Intrade von Dieter Bischoff
Zurüstung von Taufstätte und Kanzel (Kirchengemeinderat)
(Die betreffenden Gegenstände werden mit erläuternden Worten an ihren Platz
gebracht)
Chorgesang und
Gemeindelied: EG 1, 2-5 Macht hoch die Tür (Vers 2+3 Chor)
Votum /Amen
Psalm 100 /Ehr sei dem Vater
Vorspruch und Schriftlesung (1.Könige 8,22-23;27-30)(Andreas Stierle)
Gebet
Erklärung (Widmung) (Prälatin)
Chor: Tröstet, tröstet
Glaubensbekenntnis
Gemeindelied: 331,1.5.6.10 Großer Gott, wir loben
dich (begleitet bei 1+6 durch Bläser; bei 5+10 durch Orgel + Chor)
Predigt (Prälatin Ruth Horstmann-Speer)
Lied: EG 8,1-6 Es kommt ein Schiff geladen (3+4 Chor)
Fürbittengebet (Kirchengemeinderat)
Vaterunser
Chor: Stimmet Hosianna an
Abkündigungen
Gemeindelied: EG 13,1-3 Tochter
Zion, freue dich ( + Chor; 1+3 Bläser; 2 Orgel)
Segen (Prälatin)
Nachspiel Bläserkreis (Monika Hofmann: Have fun)
Stehempfang mit Grußworten:
Anne Sick, Leiterin des Kirchenbauamts des Evangelischen Oberkirchenrat
Karlsruhe
Dekan Hayo Büsing, Kirchenbezirk Wertheim
Chor: Magnificat- Ein Lied hat die Freude sich ausgedacht
Stadtpfarrer Müller, katholische Kirchengemeinde Grünsfeld
Bürgermeister Beetz, Stadt Grünsfeld
Chor:
Pfarrerin Margrit Nöhring
Frau
Gessner-Schwarz, Vorsitzende des Kulturvereins
Pfarrer Klüppel
Chor: O komm, o komm, du Morgenstern
zwischendurch Lieder des Kirchenchores Lauda-Könighofen unter Leitung von Chorleiter Volker Ernst
Geschichte der Mainhard-Scheune:
Wer hat noch Informationen über die frühere Nutzung der Mainhard-Scheune? Wer hat persönliche Erinnerungen daran? besondere Erlebnisse? Wer kennt Dokumente dazu oder alte Bilder, auf denen der frühere Bauzustand zu erkennen ist? Bitte an einen der Mitarbeiter weiterleiten.
Das Kellergewölbe stammt wohl noch aus mittelalterlicher Zeit. Dieser Teil gehörte zum jüdischen Stadtviertel. In dem direkt benachbarten Keller wurden Reste einer Mikwe, eines jüdischen Ritual-Bades gefunden. Dort war wohl die Synagoge oder ein Versammlungsraum, in dessen Nähe die kultischen Waschungen zur Erlangung der kultischen Reinheit vollzogen wurden.
Der Name Mainhard-Scheune kommt vom jüdischen Kaufmann Mainhard, dessen Namenszug am Modekarussel über dem Schaufenster noch zu lesen ist. Er hat die Scheune gekauft und als Lager für seinen Laden verwendet.
Einige Zeit war die Dreschmaschine in der Mainhard-Scheune untergebracht. (Erklärung für jüngere Leute: Das war eine große Maschine, in die man oben die Getreide- Garben einwarf, die dann gedroschen wurden, so dass man seitlich das Korn in Säcken und hinten das Stroh erhielt. Gegenüber dem Dreschen mit dem Dreschflegel war das ein wichtiger Fortschritt. Später durch den Mähdrescher überflüssig geworden.)
Unmittelbar vor dem Umbau wurde die Scheune als Lager des Bauhofs genutzt.